Vom Gewicht, Diäten und einfacher Mathematik Teil 1

Vor einem halben Jahr habe ich morgens auf der Waage gestanden und mit erschrecken fest gestellt, dass ich noch nie in meinem Leben so schwer war. Ich war schon immer eher der Genussmensch als die Asketikerin. Ich liebe gutes Essen, Wein, Käse und auch Süßes. Und war dem entsprechend nur zu wenigen Zeiten meines Leben dünn bzw. zufrieden mit meiner Figur.

Es gab aber Zeiten in denen ich eher dünn war in der Pubertät, bevor ich schwanger wurde und auch als ich krank war (letzteres ist aber ein anderes Thema das ich aber sicherlich hier auch mal ansprechen werde.)

Nun zeigte aber an diesem Morgen die Waage 90kg. Ich hatte unbemerkt in den letzten Jahren jedes Jahr 1-2 Kg zugenommen, mir einfach keine Gedanken mehr darüber gemacht was ich wann und vor allem wieviel esse. Das ist sicherlich auch eine Form von Lebensqualität und gutes Essen macht eben glücklich und in Maßen auch nicht krank.

Aber mit fast 40, bei einer Größe von 170cm und 90kg waren für mich eben einfach zu viel. Dies ist kein allgemein gültiges Maß, es gibt sehr sportliche Frauen die 90 kg wiegen und einfach toll aussehen, aber ich war beim Bus nachlaufen am japsen und eben mit dem was ich im Spiegel sah einfach verdammt unglücklich.

Nun aber der langen Rede kurzer Sinn. In den letzten 6 Monaten habe ich knapp 20 kg abgenommen und immer wieder wurde ich nach meiner Diät, meinem Geheimnis oder einfach danach gefragt wie ich das gemacht habe.

Leider kann ich nur die Antwort geben die, die meisten nicht hören wollen: ” Mathematik, Sport und Disziplin”

Die Rechnung ist einfach. Jeder Mensch hat einen Grundkalorienumsatz, dieser hängt von der Größe, dem Gewicht, der Aktivität und sicherlich auch vom eigenen Metabolismus ab. Nun die Größe kann jeder messen, das Gewicht durch wiegen ermitteln, ob man sich am Tag bewegt oder schwer körperlich arbeitet weis man auch alleine, der Metabolismus ist klar etwas was eine Grauzone ist und es gibt eben Menschen die bessere Verstoffwechsler sind als andere, aber ungefähr kann man es schon bestimmen und findet im Netz ganz viele Rechner.

Bei einer Größe von 170cm und 90kg lag mein Grundumsatz ohne Bewegung bei knapp 1900kcal was wirklich eine Menge ist. Dazu kamen je nach Bewegungslevel nochmal 400 – 800 kcal durch Bewegung. Somit ergab sich im September als ich mit der Diät angefangen habe, das ich 2300 kcal (ja ich hab mich eher weniger bewegt :)) am Tag zu mir nehmen konnte ohne das ich zugenommen hätte.

Hier war der erste Ansatzpunkt. Wenn ich die zugeführten Kcal reduziere dann nehme ich ab. Man sagt das um 1 kg Fett zu verbrennen man in etwa 7000 kcal einsparen muss. Nun kann man ja nicht nichts essen aber bezogen auf den Gesamtkalorienbedarf eben anfangen zu sparen. Ich gehöre zu den Menschen die eher ganz oder garnicht können. Deswegen habe ich mit 1000kcal als Tageslimit gesetzt. (hier sei kurz gesagt das es definitiv nicht weniger sein sollte ohne ärztliche Aufsicht)

Auf die Woche gerechnet also 7000 kcal essen obwohl der Körper 16800 kcal bräuchte um sein Gewicht zu halten. Was ein Wochendefizit von 9800 kcal also knapp 1,5 kg Gewichtsverlust ermöglicht.

Klingt einfach ist es aber nicht, da es im späteren Diätverlauf noch ein paar Stoplersteine gibt, davon aber in einem anderen Blogpost mehr.

Erstmal habe ich geschaut wo ich gegebenen falls Kcal einsparen kann ohne das ich an Genussqualität verliere. Der erste Punkt sind die Getränke gewesen. Ich trinke sehr gerne Red Bull, Tee, Kaffee, Saft und auch mal Fanta.
Red Bull war eigentlich einfach statt normalem eben light Energy (ja man gewöhnt sich an den Süßstoffgeschmack.) Und bei 2 Dosen am Tag also 500 ml spart man da tatsächlich schon 210 kcal.
Tee klingt jetzt zwar nicht wie eine Kcalfalle aber 2 Tassen mit je 2 Würfeln Zucker machen zwar nur 24 kcal aber dafür was mit dem Blutzucker (auch darüber werde ich in einem anderen Post mal schreiben).
Kaffee mit Flavorsirup, Saft und Fanta muss ich wohl nicht weiter ausführen aber in der Summe konnte ich da schon 600 kcal einsparen.
In vielen Foren liest man, dass bei einigen tatsächlich schon die Umstellung der Getränke dazu geführt hat das sie abgenommen haben.

Der zweite Punkt den ich mir angeschaut habe war mein Essverhalten. Morgens ohne Esse aus dem Haus bis 15 Uhr arbeiten aber eigentlich wenn überhaupt nur was naschen und um 17 Uhr dann voller Hunger zu große Portionen von sinnlosen Sachen und Naschkram essen. Pizza geht eigentlich nicht schneller als ein Salat oder selber kochen, Liefern lassen kostet definitiv mehr als gesunde und gute Zutaten aber man musste nichts machen und irgendwann steht etwas auf dem Tisch was eben dank Fett und Zucker lecker ist und satt macht. Ich habe nie nachgerechnet wieviele kcal ich vor der Diät am Tag zu mir genommen habe, aber es gibt heute Tage an denen ich wesentlich satter bin als damals.

Mittlerweile hab ich mir angewöhnt zwar morgens immer noch nichts zu essen aber um 10:30 einen Eiweiß-Riegel (170kcal) zu essen. Hier ist der eigentliche Vorteil das er satt macht und ich eben genau weiß wie viele Kcal ich zu mir genommen habe. Zwischen drin sind Tomaten mein Freund wenig kcal und viel zum kauen (Gurke geht übrigens auch). Um 13 Uhr habe ich zumindest am Anfang immer noch etwas Warmes gegessen, hier bieten sich Suppen extrem an aber auch heisse Tassen (unbedingt auf die Zutatenliste schauen und auch die kcal gegen prüfen ich komme da im schnitt auf 200 – 300 kcal und bin trotzdem satt. So gegen 18 Uhr mache ich mir Abendbrot, für die faulen Tage nehme ich tatsächlich Du Darfst Microwellengerichte die Ente mochte ich schon immer und sie hat nur 280 kcal, aber auch Garnelen, Fisch, mageres Hähnchen oder Salat bieten sich hier an. Gefährlich sind da eher die Beilagen. Für die erste Zeit hatte ich Kohlenhydrate vom Abendbrot komplett gestrichen und erst nach und nach wieder durch Pumpernickel aufgenommen. (Wichtig! Kohlenhydrate sind nicht böse aber auch dazu muss ich später mal kommen sonst wird das was hier schon so lang ist nur noch länger …)
Die Lebensmittelindustrie hat längst erkannt das mit wenig Kcalessern Geld zu machen ist, so gibt es diverse Fitness Frischkäse mit wirklich wenig kcal, Soßen mit unter 3 kcal auf 100ml und sogar Kcal reduzierte Majo. Hier muss man einfach schauen was man mag und was man kombinieren kann. Aber bei 400 – 600 kcal die ich zum Abendbrot noch essen darf kann man schon eine ordentliche Mahlzeit machen. Wer schon mal schauen mag kann einfach auf Instagram schauen dort poste ich sehr oft mein Abendbrot 🙂 meist mit Kcalangabe. Die “Rezepte” meist ist es ja eher ein zusammenstellen werde ich hier definitiv noch veröffentlichen.

Abendbrot

Und gerade im Herbst bin ich noch 3-4 mal die Woche laufen gegangen was mit jedesmal auch noch 500 kcal oben drauf gelegt hat. Zum Laufen schreibe ich aber auch nochmal gesondert 😉

Das erst einmal das Grundgerüst und wild drauf los geschrieben zum Thema Diät und neuem Blog 😉

So wer bis hier gelesen hat den scheint es wirklich zu interessieren. In den nächsten Tagen werde ich sicherlich das erste Rezept posten, noch mehr zum Thema Laufen und Sport schreiben und auch genauer auf Apps die unterstützen, warum ich plötzlich meine Apple Watch liebe und einzelne Lebensmitte und Diätmythen eingehen.
Vielleicht interessiert euch das ja auch. Schreibt mir gern in den Kommentaren was euch interessiert oder was ihr dazu denkt. Und nein ich bin weder Ernährungsberater noch muss man das Konzept das ich hier vertrete mögen oder ist es für jeden praktikabel. Bei mir wirkt es. 🙂

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